Noch was zu retten?

Die Story ist in etwa so gut, wie Otto’s Geschichte von dem Typen, der mit dem Grillhähnchen unterm Arm zum Tierarzt läuft und fragt, ob da noch was zu retten ist!

Der Beschuldigte beauftragte den Verteidiger mit Freispruch als angestrebtem Ziel. Die Akteneinsicht ergab ein vollständiges Geständnis sowie die Benennung von Tatzeugen bei der polizeilichen Vernehmung. Die Zeugen bestätigten die geständigen Einlassungen.

Hierzu vom Verteidiger befragt teilte der Beschuldigte mit, dass er dies eigentlich so gar nicht sagen wollte, es aber gesagt hätte, weil es ja eben auch stimme. Nun wolle er das aber widerrufen.

Belehrt über Erfolgsaussichten und Kosten war das Ziel Freispruch dann vom Tisch.

Daher: Erst zum Anwalt und bis dahin immer schweigen! Das ureigenste Recht des Beschuldigten, gerade eben nichts zu sagen, sollte immer wahrgenommen werden. Der Verteidiger weiß am besten, wann es Sinn macht, zu reden.

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